Von Nordholland bis Haspengouw: Das Birnenwachstum in Woche 29 unter der Lupe
Birnenwachstums-Update Woche 29: Hageland baut Vorsprung aus, Unterschiede zwischen den Regionen werden größer
Der Sommer ist in vollem Gange, und das spiegelt sich in den Birnenanlagen wider! Mit unseren WolkyTolky-Systemen und den Ecomatik-Dendrometern messen wir täglich das Wachstum von Birnen in fünf wichtigen Obstbauregionen: Nordholland, Betuwe, Zeeland, Hageland (BE) und Haspengouw (BE). Zeit für ein neues Update: Wie wachsen die Birnen in Woche 29, und was fällt auf, wenn wir den längeren Zeitraum betrachten?
Neben dem Text sehen Sie eine aktuelle Messung aus der WolkyTolky-App, in der das Wachstum einer Birne und die Luftfeuchtigkeit in der Obstanlage genau verfolgt werden. Auffällig ist, dass um den 18. Juli das Wachstum des Birnendurchmessers vorübergehend stagniert: Die blaue Linie verläuft flach, während die grüne Linie zeigt, dass die Luftfeuchtigkeit zu diesem Zeitpunkt stark auf unter 70 % sinkt. Dies deutet darauf hin, dass die Birne während dieser Trockenperiode mehr Feuchtigkeit verliert als sie aufnimmt, wodurch das Wachstum kurzzeitig zum Stillstand kommt. Sobald die Luftfeuchtigkeit wieder steigt, erholt sich der Durchmesser und das Wachstum setzt sich fort. Diese Messung zeigt deutlich, wie unmittelbar das Fruchtwachstum auf Schwankungen im Mikroklima der Obstanlage reagiert.
Durchschnittliches Wachstum und Streuung
Seit Mitte Juni beträgt das durchschnittliche Wachstum des Birnendurchmessers in den fünf Regionen etwa 20 mm, mit einer Streuung von 18 bis 23 mm. Die meisten Regionen begannen bei etwa 36–39 mm und liegen nun zwischen 54 und 62 mm. Hageland (BE) zeigt den größten Zuwachs, während die Betuwe strukturell unter dem Durchschnitt bleibt.
Um die Unterschiede zwischen den Regionen zu verdeutlichen, ist unten das durchschnittliche Wachstum pro Tag aufgeführt, zusammen mit dem Prozentsatz des Wachstums im Vergleich zur Betuwe (die Region mit dem geringsten Wachstum, die als 100 % angesetzt wurde):
|
Region |
Anfangsdurchmesser (mm) |
Enddurchmesser (mm) |
Durchschnittliches Wachstum pro Tag (mm) |
Wachstum im Vergleich zur Betuwe (%) |
|
Nordholland |
38 |
57 |
0,59 |
105% |
|
Betuwe |
36 |
54 |
0,56 |
100% |
|
Zeeland |
37 |
56 |
0,59 |
105% |
|
Hageland (BE) |
39 |
62 |
0,72 |
129% |
|
Haspengouw (BE) |
38 |
59 |
0,66 |
118% |
Ausreißer und Abweichungen
Hageland (BE) fällt durch eine deutliche Wachstumsbeschleunigung ab Anfang Juli auf, wodurch diese Region nun etwa 5 mm vor den anderen liegt. Haspengouw (BE) folgt mit einer etwas weniger steilen Wachstumskurve. Zeeland und Nordholland entwickeln sich recht ähnlich, während die Betuwe über den gesamten Messzeitraum zurückbleibt. Zeeland zeigt nach dem 10. Juli eine leichte Aufholjagd.
Auffällige Wachstumsmomente und das Wetter
Um den 26.–30. Juni ist in allen Regionen eine Wachstumsbeschleunigung sichtbar, was mit einer Periode gemäßigter Temperaturen und einigen Schauern zusammenfällt. Anfang Juli folgt eine warme, sonnige Phase. Auffällig ist, dass gerade dann das Hageland (BE) beschleunigt, möglicherweise durch eine Kombination aus Wärme und ausreichend Wasser. Nach dem 10. Juli flacht das Wachstum in den meisten Regionen ab, außer im Hageland (BE) und in Zeeland, wo die Wachstumskurven sogar steiler werden.
Fazit
Die Wachstumsdaten der Woche 29 zeigen, dass die Unterschiede zwischen den Regionen zunehmen. Hageland (BE) baut seinen Vorsprung aus, die Betuwe bleibt zurück und Zeeland zeigt eine Erholung nach einem früheren Rückstand. Die Wachstumskurven weisen deutliche Reaktionen auf Wetterveränderungen auf, insbesondere um Ende Juni und Anfang Juli. Die Daten unterstreichen die Bedeutung lokaler Bedingungen und Wettereinflüsse auf das Fruchtwachstum.
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