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Obstbauern in Zeeland steuern ihre Anlage mit Daten – wie WolkyTolky dabei hilft

·3 Min. Lesezeit·WolkyTolky

Obstbauern in Zeeland steuern ihre Anlage mit Daten – wie WolkyTolky dabei hilft
In diesem Artikel

Wie bestimmst du als Obstbauer den richtigen Zeitpunkt für Bewässerung, Frostschutz und eine Spritzung, die wirklich wirkt? Viele Entscheidungen in der Anlage werden noch immer nach Erfahrung und Gefühl getroffen. Aber immer mehr Anbauer wollen diese Entscheidungen mit Daten aus ihren eigenen Parzellen untermauern.

In Zeeland arbeiten die Obstbauern René Bal und Toon Steijn schon seit einigen Jahren sehr gezielt daran. In einem aktuellen Hintergrundartikel der Fachzeitschrift Nieuwe Oogst erzählen sie, wie sie Daten aus ihren Birnen- und Apfelanlagen nutzen, um den Anbau zu optimieren – mit Hilfe der Basisstation und der Sensoren von WolkyTolky.

Messen, was wirklich im Baum passiert

Mitten in einem Conference-Block steht die WolkyTolky-Basisstation, verbunden mit verschiedenen Sensoren in der Anlage.
Damit werden unter anderem gemessen:

  • Temperatur in verschiedenen Höhen
  • Blattnässe
  • Luftfeuchtigkeit und Luftdruck
  • Windrichtung
  • Lichtintensität
  • Stammdurchmesser und Fruchtdurchmesser über ein Dendrometer

Dieses Dendrometer spielt eine wichtige Rolle. In der Wachstumsperiode wird es um eine Birne geklemmt und erfasst alle fünf Minuten den Fruchtdurchmesser. So bekommt der Anbauer – statt nur eines Gefühls – eine kontinuierliche Wachstumskurve der Frucht.

Wofür nutzt man das?

  • Bewässerung: Bei einer begrenzten Süßwasserquelle willst du genau wissen, wann du bewässern musst und wann nicht. Die Wachstumskurve hilft, Stressmomente des Baums zu erkennen und darauf zu reagieren.
  • Widerstandsfähigkeit: Stress im Baum hängt mit der Anfälligkeit für Krankheiten wie Schwarzfäule zusammen. Wer Stress verringert, arbeitet an einer widerstandsfähigeren Kultur.

Wie der Mitgründer von WolkyTolky, Yannick Smedts, es beschreibt: Freilandkulturen immer besser auf ein gewünschtes Ergebnis hin steuern, so wie es im Gewächshaus schon seit Jahren geschieht.

Von Daten zu Entscheidungen in der Praxis

Daten sammeln ist nie Selbstzweck. Es geht darum, dass der Anbauer damit jeden Tag bessere Entscheidungen treffen kann. Bei der Betriebsgemeinschaft Steijn–Bal geschieht das an mehreren Fronten:

  • Nachtfrostüberwachung:
    Dank Temperaturmessungen in verschiedenen Höhen in der Anlage wissen sie genau, wann die Tow-&-Blow-Windmaschine laufen muss. Die Maschine ist inzwischen so eingerichtet, dass der Ventilator anhand der gemessenen Daten automatisch einschaltet.

  • Gezielterer Pflanzenschutz:
    Blattnässedaten und Temperatur werden mit Warnsystemen unter anderem für Schorf verknüpft. So lassen sich Spritzungen besser timen oder manchmal gerade auslassen.

  • Schädlingsdruck einschätzen:
    Für den Birnblattsauger wird ein Warnmodell von PC Fruit mit den eigenen Klimadaten aus der Anlage gespeist. Das macht die Einschätzung des Schädlingsdrucks spezifischer und gibt mehr Halt bei der Frage: „Muss ich jetzt eingreifen, oder kann es noch warten?“

Schritt für Schritt entsteht so ein immer faktenbasierteres Bild davon, was in der Anlage passiert. Nicht nur im Moment selbst, sondern auch über mehrere Saisons hinweg.

Cloudia: ein Chatbot für die Daten des Anbauers

Weil die Datenmenge schnell wächst, arbeitet WolkyTolky auch an einem nächsten Schritt: Cloudia, ein Chatbot, der Anbauern hilft, ihre eigenen Daten zu verstehen.

Denk an Fragen wie:

  • „Wann hatte ich letzte Saison den meisten Wachstumsstress?“
  • „Wie unterscheidet sich das Fruchtwachstum dieses Jahr vom letzten Jahr?“
  • „Wie sieht meine Wachstumskurve im Vergleich zu anderen Betrieben aus?“

Cloudia soll diese Fragen in verständlicher Sprache beantworten können und Anbauern helfen, schneller Zusammenhänge zwischen Klima, Wachstum und Anbaumaßnahmen herzustellen.

Auf dem Weg zu „klüger statt härter arbeiten“

Die WolkyTolky-Basisstation bietet Platz für etwa zwanzig Sensoren und wird inzwischen von mehr als tausend Nutzern in 40 Ländern eingesetzt, vom Obstbauern bis zum Saatgutzüchter. Kürzlich gewann WolkyTolky in der Gemeinde Peel en Maas einen Unternehmerpreis mit dem Thema „Work smarter, not harder“ – genau das, was automatisches Monitoring in Anbausystemen möglich macht.

Die Geschichte der Obstbauern aus Zeeland zeigt gut, was das in der Praxis bedeutet:

  • weniger raten, mehr steuern
  • besserer Umgang mit begrenzten Wasserquellen
  • gezielterer Einsatz von Maschinen und Mitteln
  • eine widerstandsfähigere Kultur durch weniger Stress

Auch in deiner Anlage nach Daten steuern?

Bist du Obstbauer und möchtest wissen, was eine eigene Wetter- und Wachstumsstation in deiner Situation bewirken kann – zum Beispiel für Bewässerung, Nachtfrostschutz oder Pflanzenschutz?

Melde dich gern bei uns. Wir denken gern mit dir mit bei:

  • welche Sensoren für deine Kultur und deinen Boden am relevantesten sind;
  • wie du klein anfangen und später erweitern kannst;
  • wie du deine Daten mit bestehenden Warnsystemen und Modellen verknüpfen kannst.

Den vollständigen Artikel über die Obstbauern aus Zeeland und WolkyTolky findest du auf der Website von Nieuwe Oogst:
Zeeuwse fruittelers verzamelen data in boomgaard.

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